Kleines SEO-Lexikon für Onlineredakteur:innen

Warum brauchen wir überhaupt guten Content?

Google, Bing und Co. haben als Suchmaschinen die Aufgabe, den Nutzer:innen stets die bestmöglichen Antworten oder Angebote (Suchergebnisse) auf deren Fragen oder Wünsche (Suchbegriffe) zu liefern. Die Suchmaschinenanbieter haben Algorithmen entwickelt (und verfeinern diese kontinuierlich), mit deren Hilfe sich für einzelne Seiten im World Wide Web beurteilen lässt, ob und wie gut sie eine bestimmte Nutzerintention befriedigen.

Um als Anbieter von Informationen, Dienstleistungen oder Produkten mit seiner Seite weit vorne in den Suchergebnissen aufzutauchen, ist es daher wichtig, den Nutzer:innen möglichst relevante und zudem einzigartige Inhalte zu bieten.

Onlineredakteur:innen müssen dafür natürlich nicht nur die jeweilige Suchintention (Kaufabsicht, Informationswunsch etc.) von Nutzer:innen verstehen, sondern ihnen auch alle ihre Informationswünsche zu dem Thema bzw. Produkt möglichst umfänglich erfüllen.

Neben Kenntnissen über die wichtigsten SEO-Mechanismen spielt folglich auch die stilistische und inhaltliche Textqualität eine entscheidende Rolle. Im Folgenden geben wir allen Onlineredakteur:innen ein kleines SEO-Lexikon an die Hand, das sie zum Verfassen suchmaschinenoptimierter Texte nutzen können.

Inhaltsverzeichnis

  1. Fettungen
  2. Keywords
  3. Metadaten
  4. Sinnvolle Inhalte
  5. Textelemente
  6. Verlinkungen

F

FETTUNGEN

Fettungen sind dazu da, wichtige Aussagen im Text hervorzuheben. Doch das ist oftmals leichter gesagt als getan, denn in unseren Texten ist idealerweise alles wichtig. Statt nun aber sehr viele Passagen hervorzuheben, hält man sich besser an die Regel: Lieber weniger als zu viel fetten.

Fettungen sollen schließlich die allerwichtigsten Dinge hervorheben. Wird zu viel gefettet, geht der Effekt verloren und der Text wirkt schnell sogar noch unübersichtlicher als ohne Hervorhebungen.

Da die meisten Onlineleser:innen Texte in vergleichsweise kurzer Zeit überfliegen, helfen Fettungen dabei, ihnen dennoch in Kürze die wichtigsten Aussagen mitzugeben. Da Aussagen normalerweise aus mehr als nur einzelnen Wörtern bestehen, ist es sinnvoll, kleine Wortgruppen zu fetten.

Checkliste zu Fettungen:

✔ Es wurden keine Aussagen gefettet, die bereits in den Überschriften enthalten oder schon an anderen Stellen im Text gefettet worden sind.

✔ Das Haupt-Keyword allein wird niemals gefettet, auch nicht, wenn es mehrteilig ist.

✔ Es wurden weder einzelne Wörter noch ganze Sätze oder gar Absätze gefettet.

K

KEYWORDS

Damit eine Webseite mithilfe eines Texts von einer Suchmaschine als relevant eingestuft werden kann und dadurch weit oben in den Suchergebnissen ausgespielt wird, müssen die richtigen Keywords im Text verwendet werden. Keywords sind Wörter oder Wortgruppen, die User:innen als Suchbegriffe bei der Onlinesuche nach etwas Bestimmtem in eine Suchmaschine eingeben.

Keywords bilden somit die Basis für die Textarbeit und werden in den meisten Fällen zusammen mit dem Textauftrag an die Onlineredakteur:innen übergeben (in einem Set aus Haupt-Keyword, Neben-Keywords und ggf. WDF*IDF-Keywords). Diese Schlüsselbegriffe werden auf möglichst „natürliche“ Weise in den Text eingebunden und sollten nicht durch sprachferne Konstruktionen im Ausdruck oder durch eine zu häufige, unnatürliche Nutzung negativ auffallen.

Haupt-Keyword: Dieses Keyword trifft den Kern des Themas am ehesten, indem es am besten die Suchintention der User:innen einfängt. Ein solches Fokus-Keyword hat in der Regel das größte Suchvolumen im Keyword-Set (es wird für diese spezifische Suchintention am häufigsten von Nutzer:innen eingegeben).

Beispiel: Heimwerker-Werkzeug

Da das Haupt-Keyword die Intention des Textes bestmöglich auf den Punkt bringt, sollte es als deutliches Signal an die Suchmaschine auf jeden Fall im Meta-Title der Seite und in der Hauptüberschrift des SEO-Textes vorkommen, wenn irgend möglich.

Neben-Keywords: Diese Keywords decken die Suchintention in unterschiedlichen Facetten zusätzlich ab und ergänzen insofern das Haupt-Keyword. Sie sollten zwar jeweils nicht ganz so oft wie das Haupt-Keyword im Text verwendet werden; aber sie sollten dennoch eine mehr oder weniger große Rolle im Text spielen. Faustregel: Je höher das Suchvolumen, desto wichtiger das Neben-Keyword. So lassen sich nicht nur unterschiedliche Teilaspekte eines zusammenhängenden Themas in einem Text integrieren, sondern es werden auch verschiedene mögliche Suchphrasen abgedeckt (schließlich sucht nicht jeder Mensch mit denselben Worten nach etwas).

Beispiele: DIY Werkzeug, Werkzeug Heimwerker, Heimwerker Grundausstattung, Werkzeug für Heimwerker, gutes Werkzeug für Heimwerker, wichtige Werkzeuge Heimwerker

WDF*IDF-Keywords: Diese Keywords können zusätzliche Klarheit darüber schaffen, in welche Richtung der Inhalt des Textes gehen soll – nicht immer ergibt sich die inhaltliche Ausrichtung nämlich schon allein durch Haupt- und Neben-Keywords in hinreichender Weise.

Beispiele: Akku, Holz, Säge, Werkstatt, Haus, Schrauben, Schraubendreher, Zange, Hammer, Hand, Akkuschrauber, Metall

Darüber hinaus ist es wichtig, alle Keywords stets nach den Regeln der deutschen Rechtschreibung sowie Grammatik zu verwenden und mehrteilige Suchbegriffe („Longtail-Keywords“) durch höchstens drei bis fünf möglichst inhaltsarme Stoppwörter („und“, „für“ etc.) und/oder Satzzeichen zu unterbrechen. Die Reihenfolge der Bestandteile eines Longtail-Keywords darf dank fortgeschrittener Suchmaschinen-Algorithmen heute auch geändert werden, wenn dies der Natürlichkeit der Sprache dient.

  • Heimwerkerwerkzeug oder Heimwerker-Werkzeug, aber nicht Heimwerker Werkzeug
  • Werkzeug für den Heimwerker, das für Heimwerker nötige Werkzeug

Bei unserem Beispiel sollen im Rahmen eines Textes rund um „Heimwerker-Werkzeug“ (Haupt-Keyword) gemäß den WDF*IDF-Keywords also unter anderem verschiedene Werkzeuge behandelt werden.

Wörter wie „Holz“ und „Metall“ deuten außerdem darauf hin, dass im Text eine Gliederung von Werkzeugen nach verschiedenen Bearbeitungsmaterialien sinnvoll sein kann (beispielsweise „Heimwerkerwerkzeug für Holzarbeiten“).

Keyword-Bestandteile wie „Hand“ und „Akku“ legen wiederum nahe, eine Gliederung der Werkzeuge hinsichtlich manueller oder elektrischer Nutzung vorzunehmen. Manchmal lassen sich unterschiedliche Kategorisierungen miteinander versöhnen, manchmal muss man sich für die inhaltliche Gliederung entscheiden, die einem wichtiger (also für die Nutzer:innen gewinnbringender) erscheint.

Checkliste Keywords:

✔ Das Haupt-Keyword wird mindestens in der Hauptüberschrift und im Meta-Title verwendet, fällt jedoch nicht durch eine penetrant häufige, unnatürliche Verwendung auf.

✔ Die Neben-Keywords sind ausreichend oft in Zwischenüberschriften und im Fließtext sowie in der Meta-Description vorhanden. Sie decken Teilaspekte des Oberthemas ab und/oder stellen alternative Suchbegriffe zum Haupt-Keyword dar.

✔ Die Keywords werden gemäß der deutschen Rechtschreibung und Grammatik verwendet.

✔ Bestandteile von Longtail-Keywords werden durch maximal drei bis fünf Stoppwörter und/oder Satzzeichen voneinander getrennt. Die Reihenfolge darf variiert werden.

✔ Ggf. vorhandene WDF*IDF-Keywords können zusätzliche Klarheit darüber schaffen, welche Nutzerintention der Text abdecken soll.

M

METADATEN

Die Ergebnisse zu einer Suchanfrage werden auf der Suchergebnisseite (SERP) mit je einer kurzen inhaltlichen Zusammenfassung der Zielseite dargestellt, dem sogenannten Snippet. Dieses Snippet besteht aus dem Meta-Title und der Meta-Description.

Der sehr bündige Meta-Title springt Nutzer:innen besonders ins Auge und sollte daher immer das Haupt-Keyword enthalten, idealerweise direkt an erster Stelle.

Beispiel: Lithium-Ionen-Akkus entsorgen | Jungheinrich PROFISHOP

Die etwas umfangreichere, aber auch kleiner angezeigte Meta-Description beschreibt näher, worum es im Text geht, wofür sich die Verwendung von Neben-Keywords anbietet. Idealerweise erfüllt die Description zwei Hauptfunktionen:

  1. Sie verdeutlicht den User:innen, dass sie auf unserer Seite auch wirklich die zu ihrer Suchintention passenden Informationen erhalten.
  2. Sie macht die Leser:innen neugierig auf den Text, sodass sie bestenfalls auf unser Suchergebnis klicken.

Zudem kann die Description einen Call-to-Action (CTA) – also eine Handlungsaufforderung – enthalten und um diverse Symbole wie Pfeile oder Häkchen angereichert sein.

Beispiel:

Das müssen Sie zu Entsorgung & Recycling von Lithium-Ionen-Akkus wissen ✓ Gefahren vermeiden ✓ Abgabestellen ✓ Rohstoffe ⇒ Hier mehr lesen!

Damit Title und Description in den Suchergebnissen vollständig angezeigt und keine Inhalte abgeschnitten werden, dürfen sie eine bestimmte Länge nicht überschreiten. Deshalb sollten die Metadaten immer mit einem Snippet-Preview-Tool geprüft werden. Das präziseste und aktuellste stellt der Claneo Snippet Optimzier dar: https://www.claneo.com/de/snippet-optimizer/

Checkliste Title:

✔ Der Title sollte den zur Verfügung stehenden Raum bestmöglich nutzen, ihn aber auf keinen Fall überschreiten.

✔ Er sollte das Thema des Textes (also den Inhalt der Seite) möglichst auf den Punkt bringen.

✔ Der Title sollte das Haupt-Keyword enthalten, und zwar möglichst weit vorn.

✔ Je nach Vorgabe muss auch die Marke genannt werden, um die Brand Awareness zu stärken.

Checkliste Description:

✔ Die Meta-Description sollte den maximal möglichen Umfang ausnutzen, darf ihn aber nicht überschreiten.

✔ Sie sollte hinreichend beschreiben, worum es auf der Seite geht, und dabei zum Klicken auf das Suchergebnis animieren.

✔ Die Meta-Description sollte im Idealfall eines oder mehrere Neben-Keywords bzw. Synonyme zum Haupt-Keyword enthalten.

S

SINNVOLLE INHALTE

Nicht nur die Beachtung äußerer SEO-Merkmale spielt eine entscheidende Rolle beim Schreiben von suchmaschinenoptimierten Texten, sondern auch deren stilistische und inhaltliche Qualität. Der Textcontent soll schließlich möglichst leicht verständlich und so umfassend wie für das Thema nötig auf die Suchabsicht der Nutzer:innen eingehen. Insbesondere im Onlinebereich ist es wichtig, dass Texte auf den Punkt und nutzerorientiert geschrieben sind, da hier normalerweise besonders wenig Zeit für die Rezeption von Inhalten investiert wird – was nicht von Anfang an überzeugt, rückt ruckzuck aus dem Mittelpunkt des Interesses.

Es sollte unter anderem Folgendes vermieden werden:

Werbesprech“: leere Worthülsen, die wenig oder gar keinen informationellen Mehrwert bieten, z. B. „Bestellen Sie ganz bequem online!“ oder „Bereichern Sie Ihre Betriebsausstattung mit unseren Produkten!“.

Wiederholungen: Onlineleser:innen steigen schnell aus einem Text aus und springen von der Seite ab, wenn sie merken, dass sich Informationen wiederholen und ihnen nicht zügig geboten wird, was sie interessiert.

Triviale Informationstiefe: Für jeden Text sollte im Vorfeld gründlich recherchiert werden, was wichtig ist. Texte, die inhaltlich (z. B. fachlich) nicht tief genug gehen und Leser:innen keine relevanten neuen Informationen liefern, führen schlimmstenfalls sogar dazu, dass eine Website (zum Beispiel ein Shop oder eine Marken-Homepage) bei Onlinenutzer:innen zu negativen Assoziationen führt.

Eigene Meinung: Suchmaschinenoptimierte Texte verlangen meist nach objektiven, gut recherchierten Sachinformationen, welche für die unterschiedlichen Lebensbereiche der Nutzer:innen relevant sind. Subjektive Bewertungen oder Schlussfolgerungen (die also eine eigene Meinung ausdrücken) sind hier deshalb nur sehr selten sinnvoll.

Fehlender „roter Faden“: SEO-Texte sollten unabhängig von der Textart immer einen nachvollziehbaren und logischen Aufbau haben. Die einzelnen Informationsschritte knüpfen aneinander an, bauen aufeinander auf und es gibt dadurch einen „roten Faden“, der durch den Text geleitet.

Wie oben schon angeklungen ist, sollen bestimmte Texte (bzw. Seiten, auf denen Sie platziert sind) je ganz spezifischen Nutzerintentionen entsprechen. Meist korrespondiert die intentionale Ausrichtung des Texts mit der Textart bzw. der Art von Seite, für die er geschrieben wird. In einem Onlineshop für Handwerksbedarf sollte sich der Text einer Kategorieseite zu „Hobelarten“ beispielsweise um die verschiedenen Arten von Produkten drehen, die Besucher:innen hier angeboten werden.

In einem Ratgeberportal könnte dasselbe Keyword („Hobelarten“) aber eine ganz andere Nutzerintention bedienen, zum Beispiel könnte es hier in einem Ratgeberartikel darum gehen, verschiedene Arten des Hobels vorzustellen. Natürlich kann es hier durchaus auch um den Vergleich verschiedener Ausführungen von Hobelwerkzeugen gehen, aber dennoch ist der Text nicht darauf ausgerichtet, den Verkauf von Produkten zu fördern, sondern Informationen zu liefern, die den Suchenden nützlich sind.

Um also die jeweilige Erwartung der Besucher:innen einer Seite zu erfüllen, sind in der Regel auch die Keywords von vornherein passend ausgerichtet. Für den Kategorietext könnten sie etwa lauten „Grathobel kaufen“ oder „Ersatzklingen für Grathobel“. In einem Ratgeberartikel wären Keywords wie „Unterschied Grathobel Profilhobel?“ oder „Wie Klinge von Grathobel wechseln?“ denkbar.

Genau hier spielen oft die Neben-Keywords und WDF*IDF-Keywords ihre Stärke aus, denn ihre Verwendung macht Nutzer:innen deutlich, was die Ausrichtung eines Textes ist – und das bereits in der Meta-Description eines Snippets auf einer Suchergebnisseite.

Wenn User:innen eine Suchanfrage an eine Suchmaschine stellen, lässt sich die Suchabsicht meist einer von drei Intentionen zuordnen. Ihr Anliegen und die Suchbegriffe, die sie dafür verwenden, sind:

  1. transaktional: In den meisten Fällen handelt es sich um eine Kaufabsicht, Suchbegriffe könnten z. B. „Werkzeugaufbewahrung kaufen“ oder „Damen Pullover gestreift“ sein. Passende Texte sollten die gesuchten Arten von Produkten vorstellen, zum Kauf anregen (Kategorietexte) und ggf. einen Servicecharakter aufweisen, indem sie nützliche weiterführende Hinweise zu Verwendungsweise, Wartung und Pflege, Ersatzteilverfügbarkeit und Ähnlichem mehr geben (Verkaufsratgeber).
  2. informational: User:innen suchen nach Informationen zu einem bestimmten Produkt oder Thema und nutzen dafür Suchphrasen wie „Garten richtig bewässern“, „Werkstatt ordnen“ oder „Skinny Jeans stylen“. In entsprechenden Ratgeber- bzw. Magazintexten steht der Informationscharakter im Vordergrund. Es werden gründlich recherchierte und verständlich aufbereitete Sachinformationen zum Thema geboten.
  3. navigational: Bei dieser Suchintention wissen Nutzer:innen bereits, wohin sie wollen, sie möchten dort aber angelangen, ohne eine konkrete (mitunter sehr lange und komplizierte) URL in die Adressleiste ihres Browsers eintippen zu müssen. Sie könnten etwa folgende Wörter in die Suchmaschine eingeben: „Peek & Cloppenburg Zahlungsarten“ oder „Onlinebanking Sparkasse Taunusstein“.

Checkliste für sinnvolle Inhalte:

✔ Wie sieht die Zielgruppe aus?

✔ Welche Informationen bzw. Angebote erwarten die Nutzer:innen auf der Seite?

✔ Sind die Textinhalte sauber recherchiert und relevant, bieten sie also einen Mehrwert?

✔ Sind die gegebenen Informationen in möglichst leicht verständlicher (aber zur Zielgruppe passender) Sprache formuliert?

✔ Ist der Aufbau des Texts schlüssig?

✔ Wurde die eigene Meinung herausgehalten, sodass der Text nicht tendenziös oder wertend ist?

✔ Ist der Text einzigartig, der Content also unique?

T

TEXTELEMENTE

Was muss ein Text neben den richtigen Keywords noch aufweisen, um von Suchmaschinen für ein bestimmtes Thema (und eine bestimmte Intention) sowohl erkannt als auch für gut befunden zu werden? Eine gute Struktur. Ein suchmaschinenoptimierter Text sollte aus einer Hauptüberschrift (in HTML eine <h1>) und je nach Textumfang und inhaltlicher Komplexität aus mehreren Zwischenüberschriften (<h2>) bestehen, die auch tiefergehende Hierarchie-Ebenen eröffnen können, wenn es dem Thema zuträglich ist (H3, H4 usw.).

Neben Zwischenüberschriften und Fettungen können einer ansprechenden Gliederung und einer optimalen (Quer-)Lesbarkeit noch weitere Textelemente zuträglich sein. So sind etwa Auflistungen und/oder Tabellen bestens dazu geeignet, lange Aufzählungen aus dem Fließtext herauszunehmen (wodurch die Absätze selbst besser lesbar sind) oder komplexe Zusammenhänge übersichtlich darzustellen.

Weil die Verwendung von Listenpunkten (englisch: Bullet Points) der Gliederung und Informationsvermittlung eines Texts zugutekommen kann, werden Listen auch von den Suchmaschinen mitunter als Plus gewertet und der sie enthaltende Text wird weiter oben ausgespielt. Damit eine Liste aber auch wirklich ihren Zweck erfüllt, sollte sie nur dort genutzt werden, wo es sinnvoll ist, und die einzelnen Bullet Points sollten knapp gehalten sein.

Es ist also weder sinnvoll, selbst einfachste Zusammenhänge oder kurze Aufzählungen als Liste darzubieten, noch sollten Listen dafür zweckentfremdet werden, ganze Absätze darin zu formulieren. Für Letzteres sollte man stattdessen den Text (auch für die Suchmaschine eindeutig erkennbar) mittels Unterüberschriften gliedern, die einzelne Aspekte des Themas nacheinander abhandeln.

Checkliste Textelemente:

✔ Es gibt genau eine Hauptüberschrift (<h1>), die bestmöglich zum gesamten Text und dessen Ausrichtung passt und darum auch das Haupt-Keyword enthält.

✔ Eine oder auch mehrere Zwischenüberschriften (<h2>) sind vorhanden, die Neben-Keywords und Synonyme enthalten sollten, aber auch das Haupt-Keyword noch einmal nennen dürfen. Da die Zwischenüberschriften den Text in unterschiedliche thematische Abschnitte untergliedern und Neben-Keywords diese inhaltlichen Teilaspekte ja oft repräsentieren, ergibt sich ihre Verwendung meist von selbst.

✔ Wenn innerhalb eines <h2>-Abschnitts nochmals eigene Unterthemen behandelt werden, sollte dies jeweils nach <h3>-Überschriften (bzw. <h4> usw.) geschehen.

✔ Bullet-Point-Listen bringen Dinge auf den Punkt oder machen etwas längere Aufzählungen übersichtlicher (ab einer gewissen Zahl an Listenpunkten geht der Sinn dann aber verloren).

✔ Auch Bilder, Tabellen, Videos oder Animationen können in den Text eingebettet sein, Multimedialität wird von Nutzer:innen und damit auch von Suchmaschinen geschätzt.

V

VERLINKUNG

Externe Links führen auf eine fremde Website und dienen ggf. dazu, Belege für etwas Geschriebenes zu geben, sie sind sozusagen der Quellennachweis. Normalerweise wird man externe Links höchstens auf informationalen Seiten finden, etwa in einem Ratgebertext. Dabei werden aus naheliegenden Gründen direkte Konkurrenzportale natürlich ausgespart – schließlich sollen Besucher:innen nicht statt bei uns dort weiterlesen. Und auch die Suchmaschine soll nicht den Eindruck gewinnen, als seien andere informationale Seiten offensichtlich schlauer, da sie von uns als Belege angeführt werden.

Interne Verlinkungen stellen eine Verbindung vom Text auf einer Seite zu einer anderen Seite derselben Domain her – das können Seiten auf derselben Hierarchie-Ebene sein (zum Beispiel für andere Holzbearbeitungswerkzeuge neben Hobeln), aber auch Seiten auf darunterliegenden (etwa zu Grathobeln) und/oder darüberliegenden Ebenen (beispielsweise zu sämtlichen Arten von Holzbearbeitungswerkzeugen). Auch auf Seiten völlig anderer Domainbereiche kann verlinkt werden, zum Beispiel auf Serviceseiten zum Versand oder in eine Ratgebersektion.

Dabei erfüllen interne Verlinkungen zwei Funktionen: Einerseits bieten sie den Leser:innen einen Mehrwert, weil diese direkt auf eine thematisch angrenzende Seite gelangen, wenn sie dies mögen – etwa auf einen weiteren Ratgebertext oder eine andere Shopkategorieseite. Zum Zweiten geleitet man aber auch den sogenannten Crawler der Suchmaschine – also den Algorithmus, der das World Wide Web auf Inhalte scannt – über die eigene Seite. So gewinnt der Crawler (auch „Searchbot“ genannt) schneller einen vollständigen Überblick darüber, was unsere Seite zu bieten hat, und kann unsere einzelnen Seiten in seinen Index aufnehmen und bei passenden Suchanfragen ausspielen.

Damit Searchbot und User:innen immer ungefähr wissen, was sich hinter einer verlinkten Seite verbirgt, sollte der sogenannte Ankertext (Anchor) – die klickbaren Wörter, hinter denen die URL hinterlegt ist – so eindeutig wie nötig, aber so kompakt wie möglich formuliert sein.

Beispiele:

„Sie können kleine Kräuterpflanzen kaufen und in größere Töpfe umpflanzen. Oder Sie ziehen Ihre Kräuterauswahl selbst, zum Beispiel aus Saatgut in Bio-Qualität.“

„Doch auch außerhalb des heimischen Spas machen Damenbademäntel eine gute Figur – ob in der Sauna, im Wellnessbereich des Hotels oder im Schwimmbad über dem Bikini bzw. Badeanzug getragen.“

„Die Verwendung von Lithium-Ionen-Akkus bietet schon seit einigen Jahren einen effektiven Mehrwert: Die hohe Energiedichte der Li-Ion-Technologie und ihre vergleichsweise lange Lebensdauer machen die Akkus zu beliebten Energiespeichern in Mobilgeräten oder auch Elektro-Fahrzeugen.“

No-gos bei internen Verlinkungen sind sogenannte „dynamische URLs“ (auch „Parameter-URLs“ genannt), die erst durch die Anwendung von Filtern oder Website-Suchen entstehen, z. B. https://www.vangraaf.com/de/cat/201002/blusen/?brand=Apriori&page=1.
Solche Parameter-URLs sind normalerweise leicht an dem Fragezeichen in der URL zu erkennen.
Zudem sollte in der Regel auch nie auf konkrete Produkte eines Onlineshops verlinkt werden, da sie aus dem Sortiment verschwinden könnten und dadurch der Link nicht mehr abrufbar wäre.

Checkliste zur Verlinkung

✔ Externe Verlinkungen sind nur dort vorhanden, wo dies ausdrücklich gewünscht und sinnvoll ist, z. B. in Ratgebertexten, die aber nicht auf Konkurrenzportale verlinken.

✔ Der Text enthält eine „gesunde“ Zahl an internen Verlinkungen, die sowohl Seitenbesucher:innen als auch Suchmaschinen-Crawler eine rasche Navigation ermöglichen können.

✔ Der Ankertext eines Links ist so aussagekräftig wie möglich, ohne aber länger als nötig zu sein.

✔ Es wird nicht auf Parameter-URLs und auch nicht auf konkrete Produkte verlinkt.

 

Du fragst dich, was Content Manager:innen noch alles wissen müssen? Dann haben wir hier den passenden Blogartikel für dich:

Was machen Content Manager:innen?


Katharina Hertes

Katharina Hertes ist Content & Social Media Manager bei Claneo. Ihre thematischen Schwerpunkte liegen auf internen Themen, News und Events.

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