Thought Leadership – was steckt dahinter?

Als Expert:in eines Fachs wahrgenommen werden und so zum unternehmerischen Erfolg beitragen – wer möchte das nicht? Vor allem in Zeiten des wachsenden Wettbewerbs und dem „War for Talents“ wird es für Unternehmen zunehmend wichtiger, positiv aus der Masse hervorzustechen. In diesem Zusammenhang findet das „Thought Leadership“-Konzept inzwischen immer mehr Beachtung und sollte bei der strategischen Unternehmensausrichtung unbedingt berücksichtigt werden. Doch was steckt eigentlich hinter diesem Buzzword?

Was versteht man unter Thought Leadership?

Der Begriff Thought Leadership bedeutet übersetzt Meinungsführerschaft. Er beschreibt eine Position, die Unternehmen oder Personen zugeschrieben wird, wenn sie durch ihre außerordentliche Expertise in einem bestimmten Fachbereich auffallen und dafür sowohl in Branchenkreisen als auch in der weiten Öffentlichkeit bekannt sind. Impulse setzen, andere inspirieren und zur öffentlichen Meinungsbildung beitragen: Aufgrund dieser Qualitäten bezeichnet man ein:e Thought Leader:in auch als Vordenker:in oder Meinungsführer:in.

Eine Meinungsführerschaft ist in starkem Ausmaß daran beteiligt, dass die jeweilige Person oder das Unternehmen von potenziellen Kund:innen, anderen Expert:innen oder Wettbewerber:innen als eine führende Autorität anerkannt wird. Das kann wiederum Einfluss auf das Geschäft haben: Die Gewinnung neuer Kundschaft, eine erhöhte Empfehlungsbereitschaft, eine positivere öffentliche Meinung oder auch der Status als attraktives arbeitgebendes Unternehmen lassen sich unter anderem auf eine etablierte „Thought Leadership“-Position zurückführen.

Wie wird man ein:e Thought Leader:in?

Grundsätzlich sollte man sich darüber bewusst sein, dass Thought Leadership Zeit benötigt. Denn solides Fachwissen innerhalb einer Branche oder die Expertise in einem bestimmten Themengebiet sowie viele Erfahrungswerte bedeuten noch lange nicht, dass man automatisch von der Zielgruppe als Meinungsführer:in wahrgenommen wird. Wer eine Positionierung als Thought Leader:in anstrebt, muss dieses Know-how auch unter Beweis stellen und sich eine richtungsweisende Reputation aufbauen.

Dabei ist es nicht nur wichtig, die eigene Expertise zu demonstrieren und das Vertrauen der Zielgruppe zu gewinnen – man sollte überdies auch zeigen, dass man Innovationsgeist besitzt und eine Quelle der Inspiration für andere ist.

Das solltest du beachten

Möchte man als Unternehmer:in oder Mitarbeiter:in eines Unternehmens im Bereich Thought Leadership aktiv werden, sollten die Themen in jedem Fall einen direkten Bezug zum Unternehmen haben. Dadurch wird sowohl die eigene Glaubwürdigkeit als auch die Kompetenz des Unternehmens auf diesem Gebiet bekräftigt.

Zudem kann es von Vorteil sein, wenn der Fokus bewusst auf Themen gelegt wird, die vom Wettbewerb nur wenig oder besser noch gar nicht behandelt wurden. Diesen Vorsprung kann man nutzen, um in einem bestimmten Bereich einen inhaltlichen Mehrwert zu schaffen, auf den man auf originelle Art aufmerksam macht. So wird die Zielgruppe oft schneller auf das entsprechende Unternehmen aufmerksam und ordnet ihm die Rolle als Thought Leader für dieses Thema zu.

Abb. 2: Der Social Selling Index (SSI) von LinkedIn stellt eine Möglichkeit der Erfolgsmessung und -optimierung des eigenen LinkedIn-Profils dar. Die in der Grafik dargestellten, für den SSI relevanten Elemente spielen auch im Thought Leadership eine wichtige Rolle und sollten daher bei der Strategieplanung berücksichtigt werden.

Content Marketing als Strategie für Thought Leadership

Maßnahmen im Bereich des Content Marketing werden gerne von Unternehmen und Personen genutzt, um eine „Thought Leadership“-Position zu erreichen und das Vertrauen der Zielgruppe zu gewinnen. Content Marketing eignet sich hervorragend für diese Zwecke: Die eigene Expertise wird ansprechend aufbereitet, um sie anschließend zu verbreiten. Dabei gilt: Je auffälliger und innovativer der Content, desto größer der Einfluss innerhalb der Branche und als Thought Leader:in.

Mittlerweile hat sich vor allem LinkedIn als Business-Netzwerk zu einer Plattform entwickelt, die immer mehr Thought Leader:innen – hier auch Influencer:innen genannt – hervorbringt. So hat zum Beispiel die Influencerin Céline Flores Willers die Plattform schon früh genutzt, um ihre Meinung zu ihren Kernthemen Tech- und Entrepreneurship zu teilen. Originelle Aktionen und Postings sorgen dabei stets für große Aufmerksamkeit und eine hohe Reichweite. Mit Erfolg: Heute folgen ihrem Account mehr als 130.000 Menschen, die von ihren Insights als Gründerin einer Agentur für Personal Branding und Corporate Influencing auf LinkedIn profitieren.

Abb. 3: Céline Flores Willers ist eine der bekanntesten deutschen LinkedIn-Influencer:innen. Um Aufmerksamkeit zu erregen und ihre Position als Thought Leaderin zu festigen, muss sie sich stets neue spannende Inhalte überlegen.

Für maximalen Erfolg empfiehlt es sich aber, Content Marketing aktiv auf verschiedenen Kanälen zu betreiben. Von Fachartikeln in branchenrelevanten Magazinen über Case Studies bis hin zu Auftritten in Podcasts und als Speaker:innen auf einschlägigen Events können (angehende) Thought Leader:innen viele Mittel und Wege für sich nutzen.

Zu den wichtigsten Aufgaben im Thought Leadership gehört es auch, Fragen zu stellen, die zuvor noch niemand gestellt hat – und entsprechende Antworten und Lösungsansätze für diese Probleme und Sachverhalte bereitzustellen. Als Meinungsführer:in sollte man also weiterdenken können und ein Gespür für die Bedürfnisse der Zielgruppe haben. Mehrwertiger Content, der auf die Zielgruppe zugeschnitten ist, geht auf genau diese Interessen und daraus resultierende Fragen ein. Mit der Rolle als Thought Leader:in geht somit auch der Druck einher, stets auf dem neuesten Stand zu sein, Trends und Entwicklungen frühzeitig zu identifizieren und vorausschauend zu kommunizieren.

Fazit

Wer als Thought Leader:in wahrgenommen werden möchte, muss auch einiges dafür tun. In diesem Zusammenhang geht es nicht nur um tiefgreifendes Fachwissen und die Bereitschaft, das eigene Know-how vor einer breiteren Masse unter Beweis zu stellen, sondern auch um das Erkennen von Entwicklungen. Dabei kommt es vor allem darauf an, sich als eine:r der ersten der Branche mit Fachwissen und mehrwertigen Informationen zu einem Trend zu positionieren und in den Diskurs zu gehen. Nur so kann man langfristig als Thought Leader:in bestehen.


Tertius W.

Tertius ist Digital PR Manager bei Claneo. Für KMU und Konzerne führt er erfolgreiche Digital PR Kampagnen mit nationalem oder internationalem Fokus durch. Die schriftliche Kommunikation im Rahmen verschiedenster PR- und SEO-Texterstellungsformate ist dabei neben Hauptaufgabe auch seine Leidenschaft.

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