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Der Generative KI-Bericht in der Google Search Console: Was er zeigt, warum er wichtig ist und wie man ihn richtig nutzt

24. August 2026

Lasse dir den Inhalt des Beitrags zusammenfassen:

2026 steht im Zeichen der Veränderung. Nicht nur die Suche an sich verändert sich stark, sondern auch unsere Tools. So bietet die Google Search Console nun auch einen Leistungsbericht für generative KI an. Im Juni wurde dieser neue Bericht bereits angekündigt und jetzt wird er nach und nach ausgerollt. Neben der Einführung der Platform Properties ist dies eine weitere große Neuerung, wie die Search Console Daten bereitstellt.

Die Messlücke ist geschlossen – endlich!

Die Suche hat sich in den letzten Jahren mehr als nur stark verändert. Neben neuen Systemen für die Suche wie ChatGPT, Perplexity und Co beantworten AI Overviews und AI Mode Fragen direkt in den Google-Suchergebnissen – und das, ohne dass Nutzer:innen auf eine Website klicken müssen. Zwar gibt es mittlerweile einige Tools, die hier Einblicke verschaffen können, doch es fehlte an einem kostenlosen Werkzeug, das ein verlässliches, erstes Daten-Signal darüber gibt, ob eine Website in den KI-generierten Antworten überhaupt sichtbar ist.

Am 3. Juni 2026 hat Google angekündigt, diese Lücke zu schließen. Mit dem offiziellen Launch des Generative AI Performance Reports in der Google Search Console gibt es erstmals native First-Party-Daten zur KI-Sichtbarkeit einer Website. Das Feature wird nach und nach ausgerollt und ist dann als Filter im Leistungsbericht verfügbar.

Es mag sich im ersten Moment nach einem kleinen Feature in einem kostenlosen Tool anhören. Der Generative KI-Bericht ist jedoch ein Paradigmenwechsel in der Messbarkeit von GEO (Generative Engine Optimization) und damit ein entscheidender Schritt, um KI-Sichtbarkeit aus dem „Experimental-Bereich“ in echte, steuerbare KPIs zu überführen.

Screenshot aus der Google Search Console

Wie sieht der Generative KI-Bericht der GSC aus?

Der Generative AI Performance Report ist ein dedizierter Bericht innerhalb der Google Search Console, der aufzeigt, wie oft eine Website in KI-generierten Such-Features von Google erscheint. Die Daten dafür sind getrennt von den klassischen organischen Suchergebnissen.

Der Report deckt drei Oberflächen ab:

  • AI Overviews: KI-generierte Antwortblöcke, die oberhalb der klassischen organischen Suchergebnisse in den SERPs erscheinen.
  • AI Mode: vollständig KI-gesteuerter Suchmodus von Google
  • Generative AI Features in Discover: KI-Elemente im Google Discover Feed

Wichtig: Die Daten waren bisher – technisch gesehen – immer Teil des allgemeinen Performance-Berichts, sie wurden nur nicht separat ausgewiesen. Der neue Bericht macht sie erstmals isoliert sichtbar und damit analysierbar.

Was zeigt der Bericht konkret?

Der neue Generative KI-Leistungsbericht liefert vier Dimensionen:

1. Impressionen nach URL

Gezeigt wird, welche einzelnen URLs einer Website wie oft in KI-generierten Antworten von Google erscheinen. In anderen Worten: Wie oft wurde eine Seite als Quelle in einem AI Overview- oder AI Mode-Ergebnis eingeblendet?

2. Impressionen nach Land

Aus welchen Märkten kommen die KI-Impressionen? Gerade für international aufgestellte Unternehmen ist das spannend. Die Daten können bei der Priorisierung von Märkten wie auch für die Bewertung internationaler Content-Strategien helfen.

3. Impressionen nach Gerät

Die Geräteverteilung zeigt, über welchen Kanal Nutzer:innen KI-generierte Antworten abrufen.

4. Impressionen im zeitlichen Verlauf

Wie entwickeln sich die KI-Impressionen über die Zeit? Diese Berichtansicht hilft, GEO-Maßnahmen auf ihre Wirkung hin zu bewerten.

Screenshot aus der Google Search Console

Was der Bericht nicht zeigt

Aktuell hat das neue Feature in der Google Search Console noch einige Limitierungen. Wir sehen hier weder Klick- noch Query-Daten. So kann man keine Aussagen darüber treffen, ob Nutzer:innen bei der Google-Suche auf den Quellenlink in der KI-Antwort geklickt haben oder welche konkreten Suchanfragen zur Einblendung führten.

So findest und nutzt du den Bericht

Falls der Tab „Generativer KI-Bericht“ noch nicht erscheint: Der Rollout läuft noch. Eine fehlende Anzeige bedeutet nicht zwingend, dass keine KI-Impressionen vorhanden sind. Wenn der Tab schon angezeigt wird, stehen dir diese Möglichkeiten zur Verfügung:

  1. Dimensionen wählen

Durch das Auswählen der Dimension entscheidest du, welche Daten angezeigt werden. Im Bericht findest du verschiedene Tabs zu Seiten, Ländern, Zeiträumen und Geräten.

  1. Daten auswerten

In den Dimensionen „Länder“, „Zeiträume“ und „Geräte“ werden die Daten nach Property zusammengefasst und in der Dimension „Seiten“ nach URLs.

Im Seiten-Tab des Berichts kannst du nun beispielsweise die Top-URLs nach Impressionen finden. Daraus können sich interessante Fragen ergeben:

  • Was haben die URLs gemeinsam (Format, Länge, Struktur, Thema)?
  • Wie unterscheiden sie sich von Seiten ohne KI-Impressionen?
  • Handelt es sich eher um informationelle oder transaktionale Inhalte?

Zeigen sich jetzt schon Muster, wie die KI von Google Inhalte ausspielt?

Die Insights, die das neue Feature der Google Search Console uns bietet, zeigen ein ähnliches Muster, das wir auch in anderen Tools schon sehen.

Muster 1: Service- und How-to-Content dominiert

In den meisten Fällen performen nicht Produkt- oder Kategorie-Seiten am stärksten, sondern Service-Content und erklärende Inhalte: Betriebsanleitungen, Fehleranalysen, FAQ-Seiten oder Trainings-Übersichten – also genau die Inhalte, die strukturierte Antworten auf konkrete Fragen liefern.

Das ist kein Zufall, denn KI-Systeme zitieren bevorzugt Content, der eine klare Frage direkt beantwortet, strukturiert aufgebaut ist (Überschriften, Listen, Definitionen) und Expertise signalisiert (E-E-A-T).

Muster 2: Konzentration auf wenige URLs

10–15 % der URLs generieren die Mehrheit der KI-Impressionen. Das bedeutet: Wir brauchen keine vollständige Überarbeitung des gesamten Website-Contents. Stattdessen sollten wir uns gezielt auf die Optimierung der relevantesten Assets fokussieren.

Muster 3: Starke geografische Konzentration

Websites, die primär für einen geografischen Markt optimiert sind, zeigen entsprechend konzentrierte KI-Impressionen. Das ist einerseits ein zu erwartendes Ergebnis für eine funktionierende internationale SEO-Architektur. Andererseits zeigt dies aber auch einen Gegensatz zu den Grounding-Prozessen anderer KI-Systeme wie z. B. ChatGPT, die englischsprachige Quellen bevorzugen.

Auch die Steuerung der KI-Sichtbarkeit ist jetzt über die GSC möglich

Gleichzeitig mit dem Bericht hat Google die Search Generative AI Control eingeführt. Diese findest du über die Einstellungen. Du kannst dort als Websitebetreiber:in aktiv deine Website aus KI-Features ausschließen.

Wichtig: Ist die Website dort auf „ausgeschlossen““ gestellt, bleibt der Bericht leer.

Warum der Generative KI-Bericht der GSC GEO verändert

Bis zum Launch des Berichts war GEO ein Bereich, der auf Vertrauen in kostenpflichtige Drittanbieter-Tools basierte. Durch den neuen GSC Performance Bericht wird GEO nun messbar und damit budgetierbar, ohne Geld für teure Tools ausgeben zu müssen. Die KI-Impressionen ähnelnden klassischen SEO-Metriken und sind deshalb einfach zu verstehen. Die neue Metrik lässt sich in Dashboards integrieren, über Zeiträume hinweg tracken und mit Maßnahmen verknüpfen. Dadurch können Content-Entscheidungen im GEO-Bereich nun datengetrieben getroffen werden.

Fazit

Der Generative KI-Bericht der Google Search Console ist damit mehr als ein neues Feature. Er ist ein Beleg dafür, dass Google KI-Sichtbarkeit als eigenständige Dimension der Search Performance betrachtet.

Wer jetzt damit beginnt, diesen Bericht zu lesen, zu verstehen und in Entscheidungen zu übersetzen, hat einen klaren Vorsprung gegenüber Wettbewerbern, die noch auf Klick-Daten warten.

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Theresa Zanker

Theresa Zanker ist seit 2023 als SEO-Consultant bei Claneo und unterstützt Kund:innen in sämtlichen Bereichen der Suchmaschinenoptimierung, einschließlich Content, Technischem SEO, internationalem SEO und Offpage-SEO. Neben dem Erreichen der KPIs ist es ihr wichtig, individuell auf die Bedürfnisse der Unternehmen einzugehen und Wissen zu vermitteln.

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Quadrate und Foto von lächelnder Mitarbeiterin
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