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Generative Engine Optimization (GEO): Was ist das und warum brauche ich es?

23. Januar 2026

Lasse dir den Inhalt des Beitrags zusammenfassen:

Die Suche verändert sich – und du solltest dabei sein, vor allem, wenn du über deine Website Produkte oder Dienstleistungen anbietest. Die gute Nachricht vorweg: Mit solider Suchmaschinenoptimierung hast du schon viel für GEO getan. Aber es schadet nichts, GEO in Grundzügen zu kennen und zu wissen, worauf es bei der Optimierung deiner Inhalte für generative Suchmaschinen ankommt.

Wie hat sich die Online-Suche verändert?

Suchte eine potenzielle Kundin früher nach „bester Reiseanbieter für Wanderreisen“, bekam sie bei Google eine Liste mit zehn blauen Links. Heute zeigt ihr ChatGPT eine detaillierte Antwort mit konkreten Empfehlungen. Bei Google AI Overviews sieht sie eine strukturierte Übersicht. Bei Perplexity eine Analyse mit Quellenangaben.

Neben den klassischen Suchmaschinen wie Google, Bing usw. nutzen deine Kund:innen also auch KI-Systeme für ihre Kauf- oder sonstigen Conversion-Entscheidungen. Die Fragen, die sie einer KI stellen, sind oft weitaus detaillierter als zuvor. Sie fragen nicht mehr nur nach dem „besten Reiseanbieter für Wanderreisen“, sondern formulieren oft viel weiter aus: „Ich suche einen Anbieter für Wanderreisen, der Experte für Kanada ist, sich auf kleine Wandergruppen mit mittlerem Fitnesslevel spezialisiert hat und unterwegs Unterkünfte in Hotels und Hütten anbietet, nicht in Zelten.“

Was bedeutet die KI-Suche für meine Website?

Hast du als Wanderreisen-Anbieter für Kanada deine Website strategisch aufgebaut und mit hochwertigem Content ausgestattet, der gut strukturiert, gut aufbereitet und für deine Nutzenden wirklich relevant ist? Und entspricht deine Website auch den technischen SEO-Best-Practices? Betreibst du zudem einigen Offpage-Aufwand, sodass du auch außerhalb deiner eigenen Seite als Qualitätsanbieter dargestellt wirst? Stellst du darüber hinaus regelmäßig frische, aktuelle Inhalte zur Verfügung – sowohl auf deiner Webpräsenz als auch außerhalb? Dann hast du bereits gute Chancen, auch in KI-Antworten aufzutauchen.

Und wozu brauche ich dann GEO?

Generative Engine Optimization (GEO) heißt die neue Disziplin, die deine Inhalte für KI-Systeme optimiert. GEO sorgt dafür, dass ChatGPT, Google AI Overviews, Perplexity und Co. deine Website als vertrauensvolle Quelle heranziehen oder sogar zitieren. Statt nur in herkömmlichen Suchergebnissen zu ranken, wirst du Teil der KI-generierten Antworten. Das bedeutet mehr Sichtbarkeit, mehr Vertrauen und letztendlich mehr Kundschaft. KI-Antworten sind für dich als Anbieter also eine weitere Möglichkeit, deine potenziellen Interessenten zu erreichen.

Betrachte GEO als eine Ergänzung zu SEO. Setzt du GEO-Prinzipien um, verbesserst du deine Chancen, in KI-Antworten aufzutauchen, noch mehr, als du es bereits mit anständiger SEO tust. Aktuelle Studien zeigen einen deutlichen Rückgang der Klicks auf organische Suchergebnisse. Wer jetzt handelt und GEO und SEO gemeinsam umsetzt, könnte sich einen entscheidenden Vorsprung in der digitalen Sichtbarkeit sichern.

GEO vs. SEO: Was ist der Unterschied und wie gehen beide Disziplinen zusammen?

Du kennst dich mit SEO bereits aus? Dann verstehst du auch GEO schnell. Beide Disziplinen haben dasselbe Ziel: Sichtbarkeit für deine Zielgruppe. Der Unterschied liegt darin, wo diese Sichtbarkeit entsteht.

SEO: in klassischen Suchergebnissen erscheinen

SEO zielt darauf ab, deine Website in den Top-Ergebnissen von Google, Bing & Co. zu platzieren. Du optimierst für Keywords, baust Backlinks auf und sorgst dafür, dass deine Seite technisch einwandfrei läuft. Das Ziel: ein Klick auf dein organisches Suchergebnis.

Beispiel: Jemand sucht nach „beste Wanderschuhe 2026“. Google zeigt zehn blaue Links an, wie in Abbildung 1. Die suchende Person klickt auf den ersten und landet auf einer Website.


Abb. 1: Ein herkömmliches Suchergebnis in Google

GEO: in KI-generierten Antworten erscheinen

Mit GEO bereitest du deine Inhalte so auf, dass auch KI-Systeme sie als vertrauenswürdige Quelle nutzen. Statt eines Klicks bekommst du eine Erwähnung (im Fachjargon „Mention“) oder Zitation („Citation“): Die KI erwähnt deine Website, dein Produkt oder deine Dienstleistung in ihrer Antwort, entweder nur namentlich oder mit direktem Link (zu deiner Website) oder indirektem Link (über eine Website von Dritten).

Mentions und Citations sind neben Sentiment die Kennzahlen deiner KI-Performance:

  • Mention = Erwähnung ohne Link
  • Direct Citation = Verweis mit direktem Link zu deiner Website
  • Indirect Citation = Verweis mit Link zu einer Drittseite, die wiederum dich erwähnt bzw. sich auf dich bezieht
  • Sentiment = die Tonalität, in der deine Marke erwähnt wird (positiv/neutral/negativ)

Beispiel: Unsere Wanderreisende fragt ChatGPT: „Welche Damen-Wanderschuhe eignen sich für mehrtägige Alpentouren bei wechselhaftem Wetter?“ Die KI antwortet mit konkreten Empfehlungen und erwähnt z. B.: „Laut Outdoor-Experte Max Mustermann von wanderprofi.de sind wasserdichte Lederschuhe mit Vibram-Sohle ideal…“. Oder das KI-System wirft direkt Produktlisten aus, in denen deine Wanderschuhmarke vorkommt und vielleicht sogar direkt verlinkt wird, wie in Abbildung 2.


Abbildung 2: ChatGPT gibt konkrete Empfehlungen für Damen-Wanderschuhe. Ein Klick auf ein Produkt ruft eine detaillierte Abbildung, Preise und Links zu Shops auf (Stand: Januar 2026).

Warum du beide Ansätze brauchst – SEO und GEO

GEO ersetzt SEO nicht, es ergänzt die traditionelle Suchmaschinenoptimierung.

Klassische SEO bleibt wichtig, weil:

  • viele Nutzende weiterhin wie gehabt bei Google suchen,
  • KI-Systeme oft auf gut rankende Seiten zugreifen,
  • eine starke SEO-Basis deinen GEO-Erfolg wahrscheinlicher macht.

GEO wird unverzichtbar, weil:

  • immer mehr Nutzende den KI-Systemen komplexe Fragen stellen,
  • KI-Antworten oft ohne Klick zur Kaufentscheidung führen,
  • eine frühe Optimierung dir Wettbewerbsvorteile verschafft.

Praktisches Beispiel für den Unterschied und das Zusammenspiel zwischen SEO- und GEO-Content

Im folgenden Beispiel siehst du – etwas plakativ dargestellt –, wie sich SEO- und GEO-Content unterscheiden.

Nach SEO-Prinzipien aufbereiteter Content:
„Die besten Wanderschuhe 2026 – Testsieger im Vergleich. Entdecken Sie unsere Top 10 Wanderschuhe für jedes Budget. Jetzt kaufen!“

Nach GEO-Prinzipien aufbereiteter Content:
„Für mehrtägige Alpentouren bei wechselndem Wetter empfehlen Outdoor-Experten wasserdichte Lederschuhe mit Vibram-Sohle und Gore-Tex-Membran. Diese bieten optimalen Halt auf rutschigem Untergrund und halten die Füße auch bei stundenlangem Regen trocken.“

Der Unterschied: Der GEO-Text liefert eine konkrete, zitierfähige Aussage mit Begründung. Der SEO-Text ist allgemeiner und zielt zunächst auf den Klick ab.

Das Zusammenspiel: Das SEO-Beispiel ist eine klassische Meta-Description, die die Nutzerin zum Klicken animieren soll. Sie ist oftmals der erste Berührungspunkt deiner Marke mit deinen potenziellen Interessenten. Den GEO-Text könnte die Nutzerin erhalten, wenn sie ihre Frage in ein KI-System eingibt.

Und genau hier wird klar, dass beide Disziplinen – die herkömmliche Suchmaschinenoptimierung und die Generative Engine Optimization – Hand in Hand gehen können. Denn es spricht nichts dagegen, den Inhalt auf der Seite, die über das SEO-Beispiel zu erreichen ist, nach GEO-Prinzipien aufzubereiten, sodass er auch von KI-Systemen als nützlich erachtet wird.

Best Buddys: SEO und GEO

SEO-Grundlagen helfen bei GEO, oder genauer: Viele SEO-Best-Practices unterstützen auch GEO. Du brauchst nach wie vor:

  • hochwertige, relevante Inhalte
  • eine klare Struktur mit aussagekräftigen Überschriften
  • eine technisch einwandfreie Website
  • regelmäßige Content-Updates
  • den Aufbau von Autorität und Vertrauen auch durch Offpage-Maßnahmen

Der nächste Schritt: Verstehen, welche KI-Systeme für dich relevant sind und wie sie funktionieren.

Die drei Kerntypen von KI-Systemen

Die generativen KI-Systeme lassen sich in drei Kerntypen unterteilen:

  1. Suchmaschinen, die LLMs nutzen

Zu diesem Typ gehören beispielsweise Googles AI Overviews, Googles AI Mode und Perplexity. Diese Systeme funktionieren wie folgt:

  • Sie greifen primär auf ihren aktuellen Suchmaschinen-Index als Datenbasis zurück.
  • Ein Sprachmodell (z. B. Gemini 3) fasst die Inhalte der gefundenen Webseiten zusammen.
  • Das Ergebnis ist eine Kombination aus textlicher Antwort und klassischen Links zu den Quellen-Webseiten.
  1. KI-Chatbots mit optionaler Websuche

Prominente Beispiele sind ChatGPT, Google Gemini und Claude.

Ihre Funktionsweise:

  • Die primäre Wissensquelle ist der interne Trainingsdatensatz des Sprachmodells.
  • Nur bei Bedarf (etwa bei hoher Antwortunsicherheit) führt das System eine aktive Websuche durch – einen Prozess namens Grounding.
  • Das Ergebnis kann multimodal angereichert sein, also z. B. Bilder, Videos oder Verlinkungen enthalten.

Diese Systeme sind flexibler und haben Zugriff auf aktuelle Daten im Netz. Sie können deine Website als Quelle nutzen und zitieren, wenn du relevante und aktuelle Inhalte bereitstellst.

  1. Reine Sprachmodelle (LLMs ohne Webzugriff)

Ein Beispiel wäre ein Llama-4-Modell, betrieben in einem eigenen, nicht mit dem Web verbundenen Chatbot.

Charakteristika:

  • Sie agieren ausschließlich auf Basis ihrer Trainingsdaten ohne Internetzugriff.
  • Sie generieren reine Textantworten aus ihrem „internen Wissen“.
  • Neue Sprachmodelle kommen aktuell nur alle sechs bis zwölf Monate heraus – so lange haben neue Inhalte keine Chance, Teil der Trainingsdaten zu werden.

Abbildung 3 stellt die Systeme noch einmal übersichtlich dar.


Abbildung 3: Die drei grundlegenden Arten von KI-Systemen

Wichtige Unterscheidung: ChatGPT wird z. B. häufig als LLM angesehen, das ist jedoch ein Missverständnis. Tatsächlich ist es eine Anwendung, die ein Sprachmodell wie GPT-5 nutzt und um Fähigkeiten wie die Websuche und Assistenten erweitert.

Die wichtigsten Akteure lassen sich grob wie in Tabelle 1 darstellen:

Plattform Nutzungszahlen Besonderheiten
ChatGPT (OpenAI) 800–900 Mio. wöchentlich aktive Nutzende Marktführer, wird für kreative Aufgaben, Brainstorming und komplexe Fragestellungen genutzt
Google Gemini 400 Mio. monatlich aktive Nutzende Spricht eher Recherche-Profis und technikaffine Personen an
AI Overviews 2 Mrd. monatliche Nutzende KI-generierte Zusammenfassungen direkt über den Google-Suchergebnissen
Perplexity 22 Mio. monatlich aktive Nutzende Positioniert sich als Produktivitätshub für Professionals
Microsoft Copilot 20 Mio. wöchentlich aktive Nutzende Tief in Windows-Systeme integriert
Claude (Anthropic) 18,9 Mio. monatlich aktive Nutzende Fokus auf faktenbasierte Antworten

Tabelle 1: Die wichtigsten KI-Systeme und ihre Besonderheiten. Die Nutzungszahlen sind auf dem Stand von Ende 2025.

Als Nutzende agieren wir selten mit einem reinen Sprachmodell, sondern meist mit hybriden Systemen, die ein LLM mit anderen Datenquellen kombinieren. Für deine GEO-Strategie ist es wichtig zu verstehen, dass jede Art von System eine eigene, spezifische Optimierungsstrategie erfordert.

Muss ich auf allen KI-Plattformen präsent sein?

Die klare Empfehlung lautet: Starte fokussiert mit einer Plattform. Lerne, sammle Erfahrungen und beobachte die Mitnahmeeffekte auf anderen Systemen. Ein zu breiter Ansatz mit begrenztem Budget bringt dir sehr wahrscheinlich nichts.

So wählst du die richtige KI-Plattform für dich aus

Bewerte jede relevante KI-Plattform anhand von vier Kriterien, wie in Tabelle 2:

Kriterium Leitfrage
Marktrelevanz und Reichweite Wie hoch sind die Nutzungszahlen? Wie schnell wächst die Plattform?
Zielgruppe und Nutzungsverhalten Wie wird die Plattform genutzt? Welche Suchintentionen dominieren?
Strategische Passung Passt die Plattform zu deiner Branche und deinen Zielen?
Messbarkeit und ROI-Potenzial Lässt sich der Erfolg messen und lohnt sich der Aufwand?

Tabelle 2: Wäge die Kriterien gegen deine Geschäftsziele ab.

Deine ersten GEO-Schritte

Jetzt wird es praktisch! Du weißt bereits, was GEO ist und warum sie wichtig ist. Aber wie setzt du sie konkret um? Dieser Schritt-für-Schritt-Plan führt dich systematisch zu deinen ersten GEO-Erfolgen. Er basiert auf fünf Kernaufgabenbereichen, die wir für GEO identifiziert haben: Strategie, Monitoring, Content, Technik und Offpage. Wir gehen hier nicht auf alle Bereiche im Detail ein. Die technischen Aspekte beispielsweise lassen wir außen vor, und dein strategisches Set-up hängt natürlich stark von deinen Geschäftszielen ab. Die folgenden sechs Schritte skizzieren lediglich in aller Kürze, wie dir ein schneller GEO-Start gelingen kann.

Mehr GEO-Input

Wenn du sämtliche Aufgabenbereiche ganz genau nachlesen möchtest, kannst du das in unserem GEO-Buch tun oder dich in unserer GEO Know How Academy weiterbilden.

Schritt 1: Ist-Analyse – Wo stehst du bereits?

Bevor du optimierst, musst du wissen, wo du stehst. Die Ist-Analyse beleuchtet deinen aktuellen Status aus Perspektiven, die für GEO wichtig sind.

🔍 Sichtbarkeitsbewertung durchführen

Führe eine quantitative Bestandsaufnahme deiner aktuellen Markenpräsenz in den relevanten KI-Systemen durch:

  • Öffne ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews oder andere KI-Systeme, die du für dich als relevant betrachtest.
  • Gib relevante Fragen zu deiner Branche, deinen Produkten oder deiner Marke ein.
  • Notiere: Wirst du erwähnt? Wirst du zitiert? In welchem Kontext und mit welchem Sentiment?
  • Führe zusätzlich eine Entitäten-Analyse durch: Frage die KI direkt nach deiner Marke, z. B. „Wie nimmst du Marke XY wahr?“

📊 Prüfe deine SEO-Grundlagen

Eine exzellente Suchmaschinenoptimierung ist die unverzichtbare Grundlage für den Erfolg in der GEO. Prüfe:

  • Liegt die Ladezeit, genauer gesagt die TTFB (Time to First Byte), unter 800 Millisekunden, besser noch unter 500 Millisekunden?
  • Sind deine wichtigsten Seiten indexierbar?
  • Hast du strukturierte Daten (Schema.org) implementiert?
  • Ist deine Seitenstruktur logisch aufgebaut?

Tipp: Wenn du bei klassischem SEO noch Baustellen hast, löse diese zuerst. GEO baut auf einer soliden SEO-Basis auf.

Schritt 2: Content-Audit – Welche Inhalte eignen sich für GEO?

Nicht jeder Content eignet sich gleich gut für KI-Zitationen. Führe ein internes Audit deiner Website-Inhalte durch. Einzigartige, schwer replizierbare und sehr aktuelle Inhalte funktionieren derzeit in KI-Systemen besonders gut.

🎯 Priorisiere diese Content-Typen

  • proprietäre Daten: eigene Datensätze, Umfragen, Messungen oder Experimente
  • exklusive Vergleiche: aktuelle Marktübersichten, Feature-Matrizen, Benchmark-Tests
  • kontextstarke Erfahrungswerte: Fallstudien mit Zahlen, Prozessschritten und konkreten Ergebnissen
  • nicht-textuelle Assets mit Textankern: Tools, Rechner, Tabellen, deren Aussagen du im Text zitierbar machst

🔍 Identifiziere zitierfähige Absätze

Suche in deinem bestehenden Content nach Abschnitten, die die Citation-Worthiness-Kriterien erfüllen:

  • präzise, belegbare und autoritative Aussagen
  • mit Quellen oder Daten unterfüttert
  • ohne Kontext verständlich (als eigenständiger „Chunk“)
  • faktenbasiert und spezifisch

Stelle dir diese Fragen

  • Sind die Inhalte klar strukturiert und sprachlich präzise formuliert?
  • Decken sie die wahre Absicht hinter den relevanten Prompts ab?
  • Beantworten sie die Fragen der Nutzenden vollständig?

Schritt 3: Optimierung bestehender Seiten

Verwandle deine bestehenden Inhalte in KI-freundliche Formate. Hier ist die Checkliste für deinen Content:

📝 Klare Sprache verwenden

  • eine klare, direkte Sprache nutzen
  • aktiv statt passiv schreiben
  • Füllwörter vermeiden
  • lange Sätze in mehrere kurze aufteilen
  • kompakt, sachlich und hilfreich formulieren

📚 Chunking beachten

  • einen Gedanken pro Abschnitt ausführen
  • Essenz der Antwort im ersten Satz liefern
  • jeden Chunk so formulieren, dass er ohne Kontext verständlich ist
  • Zwischenüberschriften als Fragen formulieren, wo angemessen
  • Listen und kurze Absätze nutzen

Citation-Worthiness sicherstellen

  • Fakten mit Zahlen und Quellen belegen
  • präzise, belegbare Aussagen formulieren
  • konsistente Terminologie verwenden
  • Expertise und Aktualität zeigen
  • vage Behauptungen vermeiden

🏗️ Thematische Breite und Tiefe bieten

  • Kernfrage sofort beantworten
  • erwartbare Unterfragen in eigenen Abschnitten behandeln
  • „It depends“-Kriterien und Varianten abdecken
  • Entscheidungspfade und Vergleiche einbauen
  • Vor-/Nachteile, How-tos und Abgrenzungen integrieren

Tipp: Deine Texte müssen nicht immer die gleiche starre Struktur haben und nicht alles muss z. B. im Frage-Antwort-Muster abgehandelt werden. Gut geschriebener Fließtext ist ebenfalls chunkfähig, wenn die Themen logisch getrennt und sprachlich wie auch strukturell klar markiert sind.

Schritt 4: Neue Inhalte GEO-konform erstellen

Plane neuen Content von Anfang an KI-freundlich.

💡 Themen-Recherche mit Prompt-Fokus

Leite von deinen strategisch erarbeiteten Zielgruppen und Personas potenzielle Probleme und Fragen ab, die du in Prompts umformulierst:

  • Welche komplexen Fragen stellen deine Kund:innen?
  • Wo fehlen noch detaillierte, zitierfähige Antworten?
  • Welche aktuellen Entwicklungen kannst du als Erste:r erklären?

✍️ Der Aktualitäts-Bonus

KI-Systeme haben eine ausgeprägte Vorliebe für frische Inhalte (Recency Bias):

  • Pflege und aktualisiere deine Inhalte regelmäßig.
  • Mache Veröffentlichungs- und Aktualisierungsdaten sichtbar.

🎯 E-E-A-T-Signale integrieren

Beweise deine Kompetenz und Vertrauenswürdigkeit, indem du deine Themen aus der realen Erfahrung heraus betrachtest. Nutze:

  • Hands-on-Erfahrungen aus dem Unternehmen
  • Expert:innenwissen
  • konkrete Fallbeispiele mit messbaren Ergebnissen

Schritt 5: Offpage-GEO – Lass andere über dich sprechen

In der klassischen SEO waren Backlinks die Währung der Sichtbarkeit. Bei den generativen KI-Systemen sind es Mentions – also Erwähnungen deiner Marke auf Drittseiten. ChatGPT, Perplexity und Co. zitieren nicht nur deine eigene Website, sondern greifen auf eine Vielzahl externer Quellen zurück. Studien zeigen: Rund 85 % der zitierten Quellen in KI-Antworten sind Drittseiten, nicht die Unternehmenswebsites selbst. Diese Drittquellen kannst du aktiv beeinflussen.

Warum Offpage-GEO so wichtig ist

KI-Systeme hören auf die, über die alle reden. Wenn dein Name fällt, wenn deine Expertise genannt wird, wenn du als Quelle herangezogen wirst – dann spielst du in der Oberliga mit. Offpage-GEO verfolgt drei zentrale Ziele:

  • Indirekte Citations generieren: Fremde Seiten berichten über deine Marke, dein Produkt oder deine Dienstleistung. Diese Berichte werden von KI-Systemen als Quellen herangezogen.
  • In relevanten Vergleichen auftauchen: Wenn über ähnliche Produkte oder Wettbewerber berichtet wird, solltest auch du dort Erwähnung finden – in Tests, Listen oder thematischen Aufbereitungen.
  • Sentiment verbessern: Achte darauf, in welchem Kontext deine Marke erwähnt wird. KI-Systeme geben diese Tonalität an die Nutzenden weiter.

Die wichtigsten Offpage-Maßnahmen für GEO

Digitale PR mit Newscharakter

Das Ziel: Erwähnungen bei großen, relevanten Publishern und Medien aus deiner Branche. Im Idealfall mit Verlinkung, aber auch eine reine Markenerwähnung auf einem Special-Interest-Portal ist wertvoll. Der Schlüssel liegt in Inhalten mit Newscharakter – keine Verkaufsveranstaltung, sondern echte Mehrwerte: eigene Studien, Datenanalysen oder exklusive Brancheneinblicke.

 

Beispiel: Ein Fahrradhersteller könnte eine Studie veröffentlichen: „Die fahrradfreundlichsten Städte Deutschlands im europäischen Vergleich“. Solche Inhalte werden von Journalist:innen gerne aufgegriffen und führen zu wertvollen Erwähnungen.

Bestehende Quellen beeinflussen

Nutze ein GEO-Tracking-Tool, um herauszufinden, welche Quellen für deine relevanten Prompts bereits zitiert werden. Wirst du dort noch nicht erwähnt, obwohl deine Wettbewerber aufgeführt werden? Dann lohnt es sich, aktiv auf diese Quellen zuzugehen und sie zu bitten, dich aufzunehmen – sei es in eine Vergleichsliste, einen Testbericht oder ein Branchenverzeichnis.

Neue Quellen schaffen

Wenn es zu einem Thema noch keine Quelle gibt, die zitiert werden kann, kannst du selbst eine Quelle schaffen. Das kann ein Gastbeitrag auf einem Fachportal sein, ein Advertorial auf einem reichweitenstarken Medium oder ein Tutorial-Artikel. Besonders wirksam: die Kombination aus einer autoritativen Domain (z. B. einer Tageszeitung) und einem Listicle-Format.

Community-Management in relevanten Foren

Auch spezialisierte Foren und Communitys werden von KI-Systemen zitiert. Wenn du ein Nischenprodukt anbietest, kann es sich lohnen, in themenspezifischen Foren aktiv zu sein – nicht mit plumper Werbung, sondern mit echtem Mehrwert und hilfreichen Beiträgen. Reddit sollte mit Vorsicht behandelt werden: Die Community ist sehr sensibel gegenüber werblichen Inhalten.

Review-Marketing

In manchen Branchen, insbesondere im E-Commerce, ziehen KI-Systeme auch Bewertungsportale und Verzeichnisse heran. Je mehr positive Reviews du auf Plattformen wie Trusted Shops oder branchenspezifischen Verzeichnissen hast, desto prominenter wirst du dort gelistet – und desto wahrscheinlicher wirst du zitiert.

Offpage-GEO ist kein Projekt, sondern ein Prozess

Wichtig: Offpage-GEO ist keine einmalige Maßnahme. Studien zeigen, dass etwa 50 % der zitierten Quellen von Monat zu Monat stabil bleiben – aber die andere Hälfte wechselt regelmäßig. Das bedeutet: Nur weil du heute eine neue Quelle geschaffen hast, heißt das nicht, dass du die nächsten zehn Jahre davon profitierst. Kontinuierliche Arbeit an deiner Offpage-Präsenz wird zur Pflicht.

Tipp: Investiere langfristig in deine Marke. Vorträge auf Konferenzen, Fachpublikationen, Einträge in Agentur- und Branchenverzeichnisse – all das zahlt auf dein Markenbild ein und macht dich für KI-Systeme relevanter.

Schritt 6: Monitoring und Erfolgsmessung

Verfolge deine Fortschritte systematisch mit den Kern-GEO-KPIs. Tabelle 3 führt die wichtigsten Kennzahlen auf, die du im Zuge deiner GEO-Maßnahmen beobachten solltest.

KPI Share of (%) Number of (absolut)
Mentions Anteil der Prompts mit Markenerwähnung Absolute Anzahl der Erwähnungen
Direct Citations Anteil der Prompts mit direkter Verlinkung Absolute Anzahl der direkten Zitierungen
Indirect Citations Anteil der Prompts mit Zitierung über Drittquellen Absolute Anzahl der indirekten Zitierungen
Sentiment Anteil positiv/neutral/negativ Absolute Anzahl pro Sentiment-Kategorie

Tabelle 3: Die wichtigsten GEO-Kennzahlen

Tipp: Konzentriere dich auf qualitativ belastbare Metriken. Die Listenposition (ob du an erster, zweiter oder dritter Stelle genannt wirst) kann sich je nach Prompt, Antwortformat und Modellversion ändern und ist daher weniger robust.

🔧 Tools für das GEO-Monitoring

Es gibt drei Tool-Kategorien:

  • spezialisierte GEO-Tools für das Tracking der Kern-GEO-KPIs (Beispiele: Peec AI, Rankscale oder Otterly.AI)
  • erweiterte SEO-Suiten mit GEO-Funktionen (Beispiele: SISTRIX AI Prompt Tracking, Ahrefs Brand Radar, Semrush AI Visibility Toolkit)
  • maßgeschneiderte Lösungen für individuelle Anforderungen

Tipp: Für die meisten werden erweiterte SEO-Suiten oder spezielle GEO-Tools bzw. eine Multi-Tool-Strategie am sinnvollsten sein – es ist nämlich durchaus möglich, dass kein KI-Tool alle Funktionen abdeckt, die du für deinen individuellen Anwendungsfall benötigst.

Ausblick: Wie entwickelt sich GEO weiter?

Die GEO-Landschaft verändert sich rasant. Was heute funktioniert, kann morgen schon überholt sein. Wer erfolgreich bleiben will, muss die wichtigsten Entwicklungen im Blick behalten. Aktuelle Trends könnten 2026 entscheidend werden.

🚀 Multimodale KI wird Standard

KI-Systeme „verstehen“ nicht mehr nur Text, sondern auch Bilder, Videos und Audio. Das bedeutet für dich: Optimiere auch visuelle Inhalte für KI-Systeme. Verwende z. B. aussagekräftige Alt-Tags und Bildbeschreibungen, erstelle Infografiken mit klaren, zitierfähigen Kernaussagen und plane Video-Content mit strukturierten Kapiteln, Beschreibungen und Untertiteln.

🔗 Echtzeit-Integration

Suchbasierte KI-Systeme wie Perplexity werden noch aktueller. Was das für dich bedeutet: Frische Inhalte werden noch wichtiger. Breaking News und aktuelle Entwicklungen bieten GEO-Chancen. Regelmäßige Content-Updates werden zur Pflicht, und Live-Daten und API-Integrationen gewinnen an Bedeutung.

📱 Mobile-First bei KI-Suchen

Immer mehr Menschen nutzen KI-Assistenten auf dem Smartphone. Deine Strategie muss angepasst werden, wenn Mobile für dich ein wichtiger Berührungspunkt mit deiner Kundschaft ist: Kurze, prägnante Antworten funktionieren besser. Voice-Search-Optimierung wird relevant. Lokale Informationen werden häufiger abgefragt. Der Mobile Page Speed beeinflusst auch deine GEO-Performance.

Fazit: Starte jetzt und bleib am GEO-Ball

GEO ist eine junge Disziplin, die sich schnell verändert. Prüfe immer, was zu deinen Zielen, Daten und Ressourcen passt, und passe deine Methoden laufend an neue Erkenntnisse an. Die fünf Kernaufgabenbereiche, die wir bei Claneo herausgefiltert haben – Strategie, Monitoring, Content, Technik und Offpage –, bilden derzeit ein solides Fundament für schnellen, aber ebenso für längerfristigen GEO-Erfolg.

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Kerstin Knepper

Kerstin Knepper arbeitet als Senior-Content-Managerin bei Claneo. Sie unterstützt Kund:innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bei der Erstellung und Optimierung von Content für Nutzende und Suchmaschinen. Als erfahrene Diplom-Übersetzerin und Copywriterin bringt sie ein besonderes Gespür für eine leser:innenorientierte Sprache mit.

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Quadrate und Foto von lächelnder Mitarbeiterin
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