GEO bei Henkel: Warum Sichtbarkeit in KI-Systemen zur neuen Kernfrage wird
3. November 2026
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Traffic sinkt, Klicks bleiben aus. Viele Marken stellen sich deshalb dieselbe Frage: Wo sind wir eigentlich noch sichtbar? Mit dieser Folge startet die 2. Edition von AskGEO. Nina Sausmikat haben wir auf der GEO KNOW HOW Konferenz 2026 gefragt, wie ihr Team bei Henkel damit umgeht.
Wer spricht hier?
Nina Sausmikat arbeitet im digitalen Transformationsteam von Henkel im Unternehmensbereich Adhesive Technologies. Zu den Marken gehören unter anderem Pattex, Loctite und Ceresit. Ihr Team treibt GEO im Konzern voran und fragt vor allem: Wie werden unsere Marken in KI-Systemen sichtbar?
Warum sich die Suche verändert
Viele Menschen fragen heute eher ein KI-Modell, als jede einzelne Webseite zu öffnen. Nina nennt ein Beispiel aus dem Alltag: Welcher Kleber hilft, wenn etwas kaputtgeht und man in der Mietwohnung keine Löcher bohren möchte? Genau an dieser Stelle soll eine Marke wie Pattex oder Loctite in der Antwort auftauchen.
SEO bleibt das Fundament
Nina sieht SEO und GEO als zwei Themen, die zusammenspielen. SEO sorgt für Auffindbarkeit. GEO baut darauf auf und entscheidet, wie sichtbar eine Marke in KI-Antworten ist. Ohne gut aufbereiteten Content fällt es einer KI allerdings schwer nachzuvollziehen, wofür ein Produkt gut ist und was es vom Wettbewerb unterscheidet.
Neue KPIs: von Traffic zu Brand Visibility
Früher war der Traffic die zentrale Kennzahl. Bei Henkel verschiebt sich der Fokus auf Brand Visibility. Das Team schaut sich dafür vor allem diese Punkte an:
- Erwähnung: Wird die Marke in der Antwort genannt?
- Position: Auf welchem Platz steht die Marke, und woran liegt das?
- Darstellung: Wie wird die Marke beschrieben? Kommt rüber, was das Produkt kann?
- Datenlesbarkeit: Kann eine KI die Produktdaten auslesen? Das ist besonders bei erklärungsbedürftigen Produktnischen wichtig.
Die größte Herausforderung: am Ball bleiben
Die größte Schwierigkeit sieht Nina darin, auf dem neuesten Stand zu bleiben. Plattformen ändern sich, Modelle entwickeln sich weiter, und Chatbots lesen Inhalte anders aus. Als Beispiel nennt sie ChatGPT Ads, das zuerst in den USA und dann schnell auch in UK und Europa kam.
Auch Content-Formate verlieren an Wirkung. Listicles, die früher stark ausgespielt wurden, ranken laut Nina inzwischen nicht mehr so gut wie früher.
Bei einem Großunternehmen mit vielen Ländern und Marken kommt die Abstimmung dazu. Henkel arbeitet mit globalen Richtlinien, Agenturen und internen Abteilungen zusammen.
Was als Nächstes kommt
Das Team arbeitet an Frameworks, die sich möglichst automatisieren lassen. Ein Ziel ist ein Prüfablauf, der klärt, ob die GEO-KPIs abgedeckt sind, ob der Content strukturell gut aufgebaut ist und ob er die Alleinstellungsmerkmale zeigt. Nina sieht KI dabei als wichtige Unterstützung.
Das Fazit aus der Folge
Sie ist überzeugt, das Thema ist da und es bleibt. Jedes Modell arbeitet anders, das Ziel bleibt aber dasselbe, nämlich zu wissen, wie die eigene Marke dargestellt wird. Ihr Appell an alle, die noch nicht begonnen haben: „Kümmert euch um das Thema. Fangt an.“
Für sie ist außerdem der Austausch auf Konferenzen wichtig. Man merkt, dass andere vor ähnlichen Fragen stehen, und findet Use Cases, Tipps und Tricks für die eigene Arbeit.
Tiefer einsteigen
Wer, wie Nina, bei der nächsten GEO KNOW HOW dabei sein will: Die dritte Edition findet am 28. September 2027 im Festsaal Kreuzberg in Berlin statt. Die Tickets sind bereits im Verkauf. Early-Bird-Tickets für Brands und Inhouse kosten 399 € netto (zzgl. MwSt.) und sind bis zum 10. Januar 2027 erhältlich. Alle Infos und Tickets gibt es hier.
Wer zuerst die Grundlagen lernen möchte, findet im GEO-Buch über 300 Seiten Input.









